Handwerk widerspricht Kritik an Handwerkerbonus

Traublinger: "Abschaffung befördert Schwarzarbeit"

Pressemeldung der Firma Bayerischer Handwerkstag

„Der 2006 eingeführte Handwerkerbonus hat massiv dazu beigetragen, die Schwarzarbeit in Deutschland einzudämmen und dem Fiskus und den Sozialkassen dadurch zu Mehreinnahmen verholfen“, erklärt der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Heinrich Traublinger, MdL a. D. Der BHT wendet sich daher vehement gegen einen von vier Bundesländern in den Bundesrat eingebrachten Gesetzentwurf, bei dem Handwerkerleistungen erst ab 300 Euro von der Steuer abgesetzt werden können. Eine Studie zur Schwarzarbeit des Experten für Schattenwirtschaft, Prof. Dr. Friedrich Schneider, von der Universität Linz zusammen mit dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) in Tübingen hatte ergeben, dass der Handwerkerbonus ein wichtiges Instrument zur Absenkung der Schwarzarbeit darstellt.

Diese Studie widerspricht damit dem Gutachten der Unternehmensberatung „Ernst & Young“, die zu dem Ergebnis gekommen war, dass die Förderung vor allem Mitnahmeeffekte produzieren würde. „Hier wird allerdings übersehen, dass sich der Steuerbonus zum großen Teil selbst finanziert, da von ihm nicht nur Auftraggeber und Auftragnehmer profitieren, sondern auch der Staat. Die sog. Mitnahmeeffekte landen vor allem in den Kassen der Sozialversicherungsträger und bei Bundesfinanzminister Schäuble.“

Österreich führt zum 1.Juli 2014 übrigens einen Handwerkerbonus ein, da es das deutsche Vorbild überzeugt hat. Prof. Schneider hat errechnet, dass dort 300 Millionen Euro an Steuerausfällen 400 bis 500 Millionen an zusätzlichen Steuereinnahmen gegenüberstehen. Außerdem würde die Schattenwirtschaft um 1,9 Milliarden Euro reduziert.



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Apr03

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