Jüngste FH-Professorin erforscht komplexe IT-Systeme

Pressemeldung der Firma Fachhochschule Flensburg

Ihr Büro wirkt noch karg. Zeit, sich ordentlich einzurichten, hatte Prof. Dr. Milena Reichel noch nicht. Die neue Professorin für Softwaretechnik und Web-Engineering an der Fachhochschule Flensburg bereitet derzeit ihre erste Vorlesung zum Thema Datenbanken vor. „Ich freue mich darauf, die Studierenden endlich kennenzulernen“, sagt Reichel, die mit 34 Jahren die jüngste Professorin an der FH ist.

Doch Milena Reichel hat schon viele Erfahrungen gesammelt. Nach dem Studium der Medieninformatik in Bremen, hat sie in Hamburg als Softwareentwicklerin gearbeitet, in der Projektleitung und an der Entwicklung technologischer Strategien etwa für Start-up-Unternehmen aus der Internetbranche mitgewirkt. Dabei ging es meist um komplexeste Anwendungen in ganz unterschiedlichen Bereichen: Beispielsweise um die Umsetzung einer Lernplattform für Kinder oder die Abwicklung von Bezahlvorgängen für Spielkasinos im Internet. „Wir haben die Infrastruktur zur Verfügung gestellt, um die Auszahlung von Kleinstbeträgen zu ermöglichen und die Plattform vor Missbrauch zu schützen. Technisch ein sehr interessantes Feld“, erzählt Reichel.

Während ihrer beruflichen Tätigkeiten hat Milena Reichel zuletzt junge Kollegen eingearbeitet. „Das hat mir Spaß gemacht. Und die Hochschule ist ein guter Ort, das weiter zu machen, vor allem mit der praxisnahen Lehre“, erklärt Reichel ihre Beweggründe sich auf die Professorenstelle im Bereich der Medieninformatik beworben zu haben. Auch der Standort Flensburg hat für die passionierte Surferin seine Vorteile: „An der FH geht es familiär zu, nicht so anonym wie an vielen großen Hochschulen. Man kennt die Studierenden und seine Kollegen.“

Im Fokus ihrer Tätigkeiten an der FH wird für Reichel die Professionalisierung von Softwareentwicklung stehen. Komplexe Anwendungen, etwa im Bereich von Internetshops, sozialen Netzwerken oder Spielplattformen, sollen so weiterentwickelt werden, dass sie qualitätssicher sind, dass sie langfristig betreibbar und auf einem professionellen Level bleiben. Im Bereich der Forschung arbeitet Milena Reichel derzeit an der Bildung eines intelligenten Systems, dass automatisch erkennt, wo ein Unternehmen oder ein für die Firma relevantes Themengebiet in sozialen Netzwerken erwähnt wird. „So können Unternehmen schnell reagieren“, erklärt Reichel.



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Mrz05

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