Jeder vierte Existenzgründer in der Region hat Migrationshintergrund
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IHK Bonn/Rhein-Sieg wertet die Zahlen für 2013 aus
Jeder vierte Existenzgründer in der Region Bonn/Rhein-Sieg hat einen Migrationshintergrund. Zu diesem Ergebnis kommt die Gründungsabteilung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg nach Auswertung der Beratungszahlen aus 2013. Von den insgesamt 284 Einzelberatungen entfielen ca. 23 Prozent auf Personen mit vermutetem Migrationshintergrund. Bei den Basisseminaren hatten 27,5 Prozent der 299 Teilnehmer im vergangenen Jahr einen vermuteten Migrationshintergrund. Damit liegen diese Quoten über dem Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung in Deutschland mit ca. 20 Prozent. „Bei unseren Veranstaltungen sind Gründer mit Migrationshintergrund regelmäßig und überproportional vertreten“, sagt IHK-Existenzgründungsberater Jürgen Zanders: „Unsere kostenfreien Veranstaltungen zu den Themen Buchführung, Finanzierung, Marketing, Einstellen von Mitarbeitern oder Rentabilität sind für alle potenziellen Existenzgründer von Bedeutung; ein spezielles Angebot für Migranten macht unseres Erachtens wenig Sinn.“
Generell stehe die Selbstständigkeit bei vielen Einwanderern stark im Fokus: „Vor allem bei Menschen aus südlichen Ländern steht oft die ganze Familie hinter einer Geschäftsidee: Da geben auch schon einmal die Verwandten das nötige Startkapital und beteiligen sich irgendwie an dieser Selbstständigkeit“, so Zanders. Wichtig sei bei allen Gründungsvorhaben der Businessplan, der auch mitentscheidend für eventuelle Gründungszuschüsse oder Kredite sei.
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