Leben und Wirken an der Tideelbe im Jahr 2050 ­- Workshop thematisiert Zukunftsvision

EU-Projekt zur Rettung von Lagunen und Ästuaren startet Workshop-Reihe

Pressemeldung der Firma Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Die HAW Hamburg beteiligt sich seit September 2011 am EU-Forschungsprojekt ARCH (Architecture and Roadmap to manage multiple Pressures on Lagoons). In den Lagunen und Ästuaren – das sind trichterförmige Flussmündungen – entstehen durch den Einfluss der Gezeiten und den allmählichen Übergang von Salzwasser über Brackwasser zu Süßwasser einzigartige Ökosysteme. Diese sind durch den Klimawandel und die Industrialisierung extrem gefährdet. Zentrales Ziel des Forschungsprojekts ARCH ist es, eine Methodik für die Planung einer nachhaltigen Bewirtschaftung dieser Lebensräume zu entwickeln. Das Projekt läuft bis Juni 2015.

Ein jetzt stattfindender Zukunfts-Workshop unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Heise am Freitag, den 21. Februar, thematisiert die nachhaltige Entwicklung und das Management in den nächsten 50 Jahren im Einzugsgebiet der Tideelbe. In Form einer Zeitreise soll mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster Interessensgruppen über die Bewältigung der vielfältigen Nutzungskonflikte diskutiert werden. Ihre Ideen und Wünsche gehen in das Projekt mit ein. Dabei stehen unterschiedliche Fragen auf dem Plan: Wie sieht das Leben an der Tideelbe in 2050 aus; soll man dem Fluss mehr Raum geben und wie gestaltet sich das sensible Wechselspiel zwischen Wirtschaft, Schifffahrt und Natur.

Termine für die Workshop-Reihe:

Der Zukunfts-Workshop findet statt am Freitag, den 21. Februar von 9 bis 17 Uhr an der TuTech Innovation GmbH im Channel Hamburg-Harburg, Harburger Schlossstraße 6.

Der Maßnahmen-Workshop findet statt am Mittwoch, den 2. April von 9 bis 17 Uhr wieder in der TuTech Innovation GmbH.

Zum Projekt ARCH: Es werden zehn Fallstudien in Lagunen und Ästuaren durchgeführt werden, die sich geographisch verteilt an allen großen Küstengewässern befinden, die Europa umgeben. In jedem der zehn Untersuchungsgebiete werden Workshops in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, Politikern und Vertretern verschiedener Interessensgruppen durchgeführt, um realistische Konzepte zur Bewältigung der vielfältigen Probleme zu entwickeln. Die deutsche Fallstudie, die unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Heise durchgeführt wird, beschäftigt sich mit der Tideelbe von Geesthacht bis zur Mündung in die Nordsee, also dem Elbe Ästuar. Projektziel ist die Erstellung eines Berichts zum „Zustand des Ästuars“. Zudem sollen Interessensgruppen und Institutionen identifiziert werden, die mit Management und Planung im Untersuchungsgebiet befasst sind. Zusätzlich sieht das Projekt vor, beteiligte Personen zu befragen. Weitere Informationen über das EU-Projekt unter: www.arch-fp7.eu



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Feb11

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