Tarif-Aktionstag 17. Dezember

Pressemeldung der Firma Deutscher Journalisten-Verband e.V. Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

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Weihnachtsgeschenke für Verleger

Gegen das Kaputtsparen der Zeitungen demonstrierten heute in Hannover zahlreiche Journalisten aus Niedersachsen vor dem Anzeiger-Hochhaus von Madsack in der Innenstadt. Verstärkung bekamen sie durch streikende Kollegen aus Ostwestfalen-Lippe, die in die niedersächsische Landeshauptstadt gereist sind. Gemeinsam ist ihnen der Ärger über die Zumutungen der Verleger – auf der Bundesebene ebenso wie bei den Zeitungen des Madsack-Konzerns. Deshalb haben sie Weihnachtspakete gepackt, die „Geschenke“ an die Verleger enthalten. Von der Kundgebung aus zogen sie zur Post, um die Pakete auf den Weg zu bringen.

Darmstadt: Unterstützung vom OB

Mehr als 100 Redakteurinnen und Redakteure des Darmstädter Echos, der Frankfurter Neuen Presse und des Mannheimer Morgens zogen in Darmstadt gemeinsam vom Verlagsgebäude des Darmstädter Echos in die Innenstad Luisenplatz. Auch Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Bündnis 90/Die Grünen) richtete Worte der Solidarität und seiner Besorgnis an die Streikenden. Ein klares „Nein“ für das Einkommensmodell der Zeitungsverlege das auf ein Minus bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld von rund 20 Prozent hinauslaufen würde, gab es von Belegschafts- und Gewerkschaftsseite. N wie vor halte der BDZV an seiner „Sparorgie“ fest, wie der stellvertretende DJVBundesvorsitzende Michael Anger zum Stand der Dinge am Vortag der sechsten Verhandlungsrunde in Berlin sagte. Oberbürgermeister Partsch nannte es eine „elementare Frage der Demokratie“, dass die Öffentlichkeit informiert werde. Wer tue das, wenn nicht professionelle Redakteurinnen und Redakteure?

Auch die Politik brauche ein qualifiziertes Gegenüber, Journalisten, die kritisch hinschauten. Und dies in einer sinnvollen und existenzsichernden Beschäftigung tun könnten.

Journalistenprotest in Minden

Im Protest fest vereint versammelten sich vor dem Mindener Tageblatt 80 Mitglieder und Unterstützer der Gewerkschaften DJV und dju. Mit ihrer Demonstration signalisierten die Journalistinnen und Journalisten aus Ostwestfalen-Lippe zum einen allen Verlegern in Deutschland, dass es nach Jahren des Reallohnverlustes definitiv keinen Spielraum mehr nach unten gibt.

Zum anderen solidarisierten sie sich mit den Kollegen aus Redaktion, Verlag und Druckerei in Minden deren Arbeitgeber die Arbeit des Betriebsrates massiv behindert. Nach der Demonstration in Minden machten sich rund 40 Kollegen auf den Weg nach Hannover, um dort den Protest der niedersächsischen Journalisten gegen Tarifdumping und für gerechte Tarifverträge zu unterstützen



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Dez17

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