„LoLas“ nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand

Pressemeldung der Firma Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

„Wir haben Probleme unsere Ausbildungsplätze, beispielsweise im Bereich Verfahrensmechanik, zu besetzen. Dabei fehlen uns vor allem jungen Frauen. Vielleicht trauen sie sich nicht, vielleicht sind die Berufe auch einfach zu unbekannt“, sagt Nancy Schmidt, Ausbilderin bei der FEURER Febra GmbH.

Genau hier setzt das sechsmonatige Projekt „LoLa!“ an. „LoLa!“ steht für „Los Ladies“ welches von der Lernenden Region Heilbronn-Franken und der Agentur für Arbeit Heilbronn konzipiert wurde und Mädchen mit Migrationshintergrund eine Chance zur Berufsorientierung bietet. Erstellen von Bewerbungsunterlagen, Präsentations- und Rhetoriktraining zählen zu den Inhalten der von der Diakonischen Jugendhilfe angebotenen wöchentlichen Workshops. Ergänzt werden diese durch Besuche in Unternehmen, die handwerklich-technische Ausbildungen anbieten. Dabei stehen dann die Zusammenarbeit zwischen Mentorin – weibliche Fach- und Führungskraft aus technischen Berufsfeldern und Schülerin im Vordergrund. „So können die Mädchen viel über den Berufsalltag lernen und weibliche Vorbilder im Job kennenlernen“, weiß Johanna Reinhart, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Heilbronn. Durch diese Besuche können den Mädchen Perspektiven aufgezeigt werden, die sie aufgrund ihres kulturellen und religiösen Hintergrundes vielleicht noch gar nicht kennen.

„Die bunten Boxen haben es mir angetan. Dann wollte ich wissen, aus welchem Material sie bestehen und wie sie hergestellt werden“, erzählt Zehra Demir, eine der zwei „LoLas“ bei FEURER Febra. An fünf Nachmittagen bekommt die 14-Jährige aus Güglingen einige Stunden Einblick in das Unternehmen. „Uns ist dabei sehr wichtig, dass die Mädchen den gesamten gewerblichen Bereich sehen, um so einen reellen Eindruck zu bekommen“, erklärt Steve Gräbner, Mitarbeiter aus dem Bereich Werkzeugmanagement der FEURER Febra GmbH. „Außerdem arbeiten die Mädchen mit, um einschätzen zu können, ob sie sich in dem technischen Bereich wohlfühlen.“ So durften die „LoLas“ beispielsweise schon selbst Maschinen bedienen und bei Werkzeugvorbereitungen helfen.

Selbst wenn die Mädchen sich später gegen eine Ausbildung im technischen Bereich entscheiden, ist das nicht schlimm. „Es geht vor allem darum, das traditionelle weibliche Berufswahlspektrum zu erweitern und den Mädchen eine Orientierung zu geben. Zudem werden den „LoLas“ durch das Praktikum ihre Stärken und Schwächen aufgezeigt und das Selbstbewusstsein gestärkt“, sagt Susanne Hachenberger, Projektmitarbeiterin vom Verein Lernende Region Heilbronn-Franken.

„LoLa!“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Lernende Region Heilbronn-Franken e. V. und der Agentur für Arbeit Heilbronn. Es wird von der Diakonischen Jugendhilfe Region Heilbronn e. V. durchgeführt.



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Dateianlagen:
    • "LoLa" Zehra Demir (Mitte) gemeinsam mit Nancy Schmidt und Steve Gräbner, die das Projekt bei der FEURER Febra GmbH betreuen (Bild: Eva Marbach)


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Feb14

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