Fast growing, high profit companies: Was machen erfolgreiche Unternehmen anders?

Pressemeldung der Firma Hoppenstedt Firmeninformationen GmbH

Einfach, aber wahr: Erfolgreiche Unternehmen haben signifikant häufiger eine ausformulierte Unternehmensstrategie als weniger erfolgreiche Unternehmen, zumindest wenn es sich um größere Unternehmen handelt. Dies zeigt eine Studie von RAAD, bei der die IT-Aufstellung von stark wachsenden bzw. profitablen Unternehmen mit langsam wachsenden bzw. wenig profitablen Unternehmen verglichen wurde.

Was machen erfolgreiche Unternehmen anders als nicht so erfolgreiche Unternehmen? Diese Frage nach den Erfolgsfaktoren erfolgreicher Unternehmen ist sicherlich die Gretchenfrage eines jeden Homo oeconomicus. Bei Amazon kann man zahlreiche Bücher zum Thema Erfolgsfaktoren für Unternehmen kaufen. Erhältlich sind Erfolgsfaktoren des Marketings, der Erfolgsfaktor Kommunikation oder wahlweise auch Menschlichkeit, Erfolgsfaktor Einkauf, Erfolgsfaktor Risiko-Management, Erfolgsfaktor Changemanagement usw. usf. Wem das nicht ausreicht, dem liefert Google noch einmal ca. 1,9 Millionen Einträge zum Thema Erfolgsfaktoren dazu. Jeder Entscheider in den Unternehmen bekommt auf Wunsch seine ganz persönlichen Erfolgsfaktoren serviert, nach denen er sein Unternehmen verändern kann bzw.

sollte, um erfolgreich zu werden. Sie fragen sich an dieser Stelle: „Ist dies ein Abgesang auf Erfolgsfaktoren?“ Mitnichten! Die Ausrichtung auf Erfolgsfaktoren verschafft den handelnden Personen Sicherheit bei ihren Entscheidungen, nach dem Motto: „Was dort geholfen hat, kann bei mir nicht schaden.“ Aber die schiere Anzahl der verfügbaren Erfolgsfaktoren macht folgendes deutlich: Viele Wege führen nach Rom! Und die Verfolgung von Erfolgsfaktoren muss deshalb nicht zwangsweise zum Erfolg führen!

Eine wunderbar triviale Erkenntnis. Die Antwort auf die Frage, ob „IT really matters“ bzw. ob IT den Erfolg eines Unternehmens garantiert, kann nur ganz klar mit Jein beantwortet werden.

Wenn mein Geschäft nichts taugt, dann wird mich auch die IT nicht retten und manchmal auch umgekehrt. Beispiel: Ein Erfolgsfaktor von Apple ist ohne Zweifel, dass sie sehr einfache, innovative und vor allem coole Produkte auf den Markt bringen. Was aber würde es Apple nützen, wenn das Unternehmen coole Produkte hätte, diese aber nicht mit Apps versorgen könnte, weil es keinen App-Store gäbe (Nokia), bzw. dieser erst verspätet eingeführt würde

(Nokia) und dass nur mit vergleichsweise wenigen Apps (Nokia)? Erfolgreiche Unternehmen darauf zu reduzieren, dass ihre Unternehmensstrategie bzw. ihre IT-Strategie jeweils besser ist, wäre also deutlich zu kurz gegriffen. Der Erfolg eines Unternehmen hat viele Väter, weil es um die Komposition der unterschiedlichen Erfolgsstrategien geht. Trotz dieser Problematik ist es wichtig zu hinterfragen, ob erfolgreichere Unternehmen häufiger bestimmte IT-Strategien verfolgen, die dann im komplexen Unternehmenspuzzle einen wichtigen Baustein darstellen.

RAAD-Studie „Fast growing, high profit companies – IT-Strategien erfolgreicher Unternehmen“!

Dieser Frage ist RAAD in Zusammenarbeit mit der SAP, der MT AG und weiteren Partnern in der Studie „Fast growing, high profit companies – IT-Strategien erfolgreicher Unternehmen“ nachgegangen. Für die Untersuchung wurden deshalb Erfolgsfaktoren definiert, die nach gängiger Meinung eine gute IT ausmachen und dadurch einen Wertbeitrag für das Unternehmen darstellen und zum Erfolg dieser beitragen. Untersucht wurde, ob Fast-growinghigh- profit-Unternehmen diese Erfolgsfaktoren überhaupt aufgreifen und umsetzen. Darüber hinaus wurde verglichen, ob sie öfter als weniger erfolgreiche Unternehmen auf diese Erfolgsfaktoren zurückgreifen, was darauf hindeuten würde, dass die jeweils verfolgten Strategien einen höheren Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben. Insgesamt wurden in der Studie 13 Hypothesen zu den unterschiedlichen Themengebieten der IT-Strategie, IT-Agilität, IT-Komplexität, IT-Industrialisierung und des IT-Spendings untersucht. Die Befragung bei mehr als 450 Führungskräften fand im Frühjahr dieses Jahres statt. Die Ergebnisse zu den Untersuchungen der einzelnen Hypothesen werden in den kommenden Wochen von RAAD Research veröffentlicht werden.

Hypothese 1: Fast growing, high profit- Unternehmen haben häufiger eine Strategie!

Eine Strategie ermöglicht es den Unternehmen, Aktivitäten und Investitionen mit den Unternehmenszielen abzugleichen und somit zu einer Prioritätenliste zu kommen, welche sich wiederum idealerweise an den Geschäftszielen und – herausforderungen orientiert.

Obwohl in jeder Fachliteratur Standard, verfügen immer noch viele Unternehmen nicht oder nur teilweise über eine ausformulierte Unternehmensstrategie, geschweige denn über eine IT-Strategie, zu welcher sich sowohl die Business-Seite als auch die IT bekennen.

Wenn Unternehmen über diese elementare Basis unternehmerischen Handelns verfügen, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie erfolgreich sind, so die Hypothese. Dazu müssten erfolgreiche Unternehmen häufiger über eine ausformulierte Unternehmensstrategie verfügen.

Dies wurde im Rahmen der Studie für Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern bestätigt.

Während High Performer in 87 Prozent der Fälle über eine ausformulierte Unternehmensstrategie verfügen, sind es bei den übrigen Unternehmen mit 65 Prozent signifikant weniger. „Je größer mein Unternehmen ist, desto notwendiger ist es auch, dass ich einen Plan darüber habe, wohin sich das Unternehmen wie entwickeln soll, damit es nicht zu einem unkontrollierbaren Flohzirkus verkommt“, fasst Dr. Cristian Wieland, Head of Analytics bei RAAD Research und einer der Autoren der Studie, die Ergebnisse zusammen, die eigentlich jeder Homo oeconomicus kennt, die aber im operativen Tagesgeschäft oft genug hinten rüber fallen, wie die Studie eindrucksvoll zeigt.

Autor der Analyse:

Dr. Cristian Wieland

Senior Analyst

Hoppenstedt Firmeninformationen GmbH

Geschäftsbereich RAAD Research

Dr. Cristian Wieland ist Senior-Analyst bei RAAD Research und verantwortet dort den gesamten Bereich der Marktanalyse und Studienerstellung. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit der Beobachtung der relevanten Marktentwicklungen. Seine Erfahrung als Berater für strategische, taktische und operative Fragen gründet sich auf hunderte von Einzelprojekten mit Soft- und Hardwareherstellern, sowie IT-Dienstleistern jeder Größe.



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Nov11

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