Bayerisches Handwerk zum Deutschen Qualifikationsrahmen
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Traublinger: "Kriegserklärung an die duale Berufsausbildung"
„Der Vorschlag der Deutschen Kultusministerkonferenz (KMK), das Abitur im geplanten Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) auf Stufe fünf einzuordnen, ist eine Kriegserklärung an das System der dualen Berufsausbildung“, kritisiert Heinrich Traublinger, MdL a. D., Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT). Mit der Demontage der dualen Berufsausbildung gefährde man die Versorgung der deutschen Wirtschaft mit Fachkräften und damit auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, so Traublinger weiter.
Die Einstufung des Abiturs stünde dann in krassem Widerspruch zur Einordung der Berufsabschlüsse, die auf Stufe vier vorgesehen ist. Der BHT-Präsident: „Damit werden die während einer Berufsausbildung erworbenen Handlungskompetenzen nicht annähernd richtig bewertet.“ Ziel des DQR ist u.a., zur Gleichwertigkeit zwischen allgemeiner, hochschulischer und beruflicher Bildung beizutragen.
Auch die Überlegung, verschiedene Berufe mit einer vergleichbaren Ausbildungsdauer von drei- bzw. dreieinhalb Jahren auf verschiedenen Stufen einzuordnen, unterstellt unterschiedliche Wertigkeiten, die es de facto nicht gibt. „Die Akzeptanz des DQR wird aber nur gelingen, wenn er die Qualifikationen korrekt wiedergibt“, betont Traublinger.
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