Chemie-Tarifrunde Ost: Neue Wege im Fokus
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Die erste Runde der Chemietarifverhandlungen für die 30.500 Beschäftigten der Ostchemie konzentrierte sich auf Lösungsansätze für die spezifischen Herausforderungen der Chemiebranche in Ostdeutschland. Die Verhandlungsparteien Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Arbeitgeberverband Nordostchemie e.V. verständigten sich nach intensiven Gesprächen zunächst darauf, innerhalb einer Arbeitsgruppe Spielräume für die Steigerung der Attraktivität und Flexibilität der Arbeitsbedingungen auszuloten.
„Die Gespräche waren konstruktiv. Trotzdem haben wir noch viele offene Punkte, wie wir diese Aufgabe meistern können, ohne die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu gefährden“, erklärt Thomas Naujoks.
Für die Arbeitgeber ist es wichtig, eine Lösung zu finden, die der besonderen demografischen Situation im Verbandsgebiet gerecht wird und die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Unternehmen abmildert.
„Die Zahl der Erwerbstätigen wird in den nächsten Jahren in Ostdeutschland deutlich sinken. Eine einfache Arbeitszeitverkürzung geht deshalb in die falsche Richtung“, weiß Thomas Naujoks, der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite. Naujoks weiter: „Wir müssen weiter denken und neue Wege gehen, so wie es bereits mit unserem Lebensphasen-Tarifvertrag (LephA-TV) gelungen ist.“
Die Gespräche werden Anfang 2017 fortgesetzt, nachdem die Sozialpartner die Themen zunächst in der gemeinsam besetzten technischen Kommission vertieft haben.
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