Sneak Preview zur Studie „Candidate Journey 2016“
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Wer 2016 auf der Messe Zuklunft Personal unterwegs war, hatte an allen drei Tagen die Gelegenheit, zahlreiche Vorträge zu hören. Von den Start-Ups, die ihr Geschäftsmodell präsentierten, bis zum Blogger, der eine Grabrede auf die klassische Online-Stellenanzeige hielt (was übrigens noch zu beweisen wäre), war alles aus dem HR-Bereich dabei. Wer am ersten Tag spätnachmittags bei der Jobbörse stellenanzeigen.de vorbeischaute, kam in den Genuss einer ganz besonderen Sneak-Preview. Erst in zwei Wochen wird die Studie „Canidate Journey 2016“ veröffentlicht, doch schon jetzt gab Christoph Athanas von der meta HR Unternehmensberatung, die die Studie geleitet hat, einen kleinen Einblick in die Ergebnisse. Kernerkenntnis: Die Candidate Journey, also der Weg von der Bewerbung bis zur Zusage, darf danach nicht vorbei sein.
Vielmehr ist die Candidate Journey nur der Ausgangspunkt für eine gelungene Mitarbeiterbindung. Nach der Candidate Experience muss ein gezieltes Onboarding, gefolgt von einer mitarbeiterzentrierten Integration folgen. Die Erkenntnisse aus der Studie, an der fast 800 Bewerberinnen und Bewerber teilgenommen haben, belegen dies. Die Studie war laut Christoph Athanas nicht das bloße Abfragen von Wünschen, die Kandidaten an ihre potentiellen Arbeitgeber haben, sondern vielmehr eine Sammlung von Erlebnissen der Befragten im Rahmen eigener Bewerbungen, aus denen sie selbst Rückschlüsse ziehen konnten.
Einige Beispiele: Der Bewerbungsprozess sollte von der Bewerbung bis zur Zusage nicht länger als 6 Wochen dauern – alles andere wird als zu lang empfunden, die Gefahr, dass der Bewerber aussteigt, ist dann besonders groß. Dabei sollte der Bewerbungsprozess möglichst einfach strukturiert sein. Nur rund 40 % der Arbeitgeber gelingt es darüber hinaus, vor und während des Bewerbungsprozesses die eigene Firmenkultur passend zu vermitteln. Online-Arbeitgeberprofile abseits der unternehmenseigenen Karriereseite, sind dafür eine gute Plattform und werden von einer Mehrheit (57,5 Prozent) entweder vermisst oder dazu verwendet, um darauf im Bewerbungsprozess Bezug zu nehmen.
Rund 70 Prozent der Jobsuchenden erwarten vom Arbeitgeber Infos über dessen Unternehmenskultur und -werte. 85 Prozent aller Bewerber vergleichen darüber hinaus die eigenen Werte damit und halten Passgenauigkeit für wichtig. Bezüglich der Bewerbung selbst, gehen vor allem die Ü30-Kandidaten moderne und schnelle Wege. 62 Prozent würden eine One-Click-Bewerbung nutzen und 17 Prozent würden auf die Bewerbung komplett verzichten, wenn sie dafür ein klassisches (und meist umständliches) Online-Formular ausfüllen müssten.
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