Wolfgang Tenbusch hält Plädoyer für die Ausbildung: Industrie bietet Perspektive statt Prestige
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Albaad Deutschland gratuliert erfolgreichen Auszubildenden / Trend zur Akademisierung stellt Ausbildung oft in Schatten / Industrieller Mittelstand bietet vielfältige Chancen
Ramon Averbeck und Florian Leuker haben erfolgreich ihre Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Albaad Deutschland GmbH abgeschlossen. Letzterer wurde sogar zur IHK-Besten-Ehrung eingeladen. Geschäftsführer Wolfgang Tenbusch nutzte die Feierstunde bei Albaad zu einem leidenschaftlichen Plädoyer für die betriebliche Ausbildung im industriellen Mittelstand: „Was der dualen Ausbildung an Sozialprestige fehlt, macht sie bei den Perspektiven wieder wett“, lautet Tenbuschs Credo.
Als „Hidden Champion“, zu Deutsch heimlicher Gewinner, wird die Albaad Deutschland GmbH oft in der Fachpresse und in Regionalmedien bezeichnet. Der deutsche Marktführer für Feuchttücher steht selten im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Er produziert für große Marken und Handelsketten, die auf die Innovationskraft und Qualität aus Ochtrup vertrauen. Einen „Hidden Champion“ sieht Tenbusch inzwischen auch in der betrieblichen Ausbildung in der mittelständischen Industrie. Allzu oft fokussierten sich Schulabgänger und Eltern auf Gymnasium und Universität, anstatt die Chancen, die eine duale Ausbildung bietet, wahrzunehmen.
Erfolg auch ohne Abitur und Hochschul-Studium
„Schüler und Eltern sehen die Hochschule gern als Königsweg zum beruflichen Erfolg. Die duale Ausbildung wird dabei oft als zweite Wahl angesehen“, sagt Tenbusch. Dem stünden Studienabbrecher-Quoten von um die 30 Prozent gegenüber. Zudem erlaube die hohe Wertschöpfung in der Industrie Löhne und Gehälter, die sich viele Hochschul-Absolventen beim Berufseinstieg häufig erst noch erarbeiten müssten. Neben der Ausbildung zum Industriekaufmann bietet Albaad seit 2014 den Beruf des Maschinen- und Anlagenführers für Druckweiter- und Papierverarbeitung an. Diese ermöglicht gerade Haupt- und Realschulabsolventen eine vielversprechende Zukunft. Denn Fachkräfte technisch-naturwissenschaftlicher Berufe gelten auf dem Arbeitsmarkt als besonders begehrt.
Ein immer beliebterer Mittelweg ist die akademische Ausbildung mit hohem Praxisbezug im Anschluss an die betriebliche Ausbildung. So wird Florian Leuker als Angestellter der Albaad Deutschland GmbH ein duales Studium der Betriebswirtschaftslehre beginnen. Dabei will Tenbusch keinesfalls in die Kritik vom „Akademisierungswahn“ einstimmen. „Unsere Volkswirtschaft braucht beides in einem ausgewogenem Verhältnis: wissenschaftlich hochqualifizierte Akademiker und praxisnach ausgebildete Fachkräfte“, sagt der Geschäftsführer. Derzeit läuft die Bewerbungsphase für den Ausbildungsbeginn im August 2016, Albaad nimmt noch Bewerbungen an.
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