Alarmstimmung bei den Seefahrtsschulen

Deutliche Kritik an der geplanten Änderung der Schiffsbesetzungsverordnung

Pressemeldung der Firma Fachhochschule Flensburg

Zahlreiche norddeutsche Seefahrtshochschulen, die Fachschulen für Seefahrt sowie Seemannsschulen schlagen Alarm. Hintergrund ist die geplante Ände-rung der Schiffsbesetzungsverordnung durch die Bunderegierung.

Die Bildungseinrichtungen für die maritime Ausbildung befürchten katastrophale Konse-quenzen für den gesamten Berufsstand des nautischen und technischen Personals auf Schiffen unter deutscher Flagge.

In einem gemeinsamen Brief appellieren sie an die Entscheidungsträger auf Regierungs-ebene, die geplante Änderung der Schiffsbesetzungsverordnung durch ein belastbares Gutachten prüfen zu lassen. Sie schlagen weiterhin vor, alle beteiligten Akteure an einen runden Tisch zu laden, um den sich klar abzeichnenden Schaden durch die geplante Än-derung der gesetzlichen Regelung abzuwenden.

Unter anderem wird kritisiert, dass die Reeder nur noch zwei EU-Bürger als Offiziere an Bord einsetzen könnten, die nicht notwendigerweise deutsche Staatsbürger sein müssen. Hintergrund hierfür sind die unterschiedlichen Lohnniveaus in den europäischen Län-dern. Sollte die Änderung der Schiffsbesetzungsverordnung in geplanter Form erfolgen, würde dies zusätzlich den Bildungsstandort Deutschland gefährden und einen nicht ab-zusehenden Know-how-Verlust für deutsche maritime Ausbildungseinrichtungen nach sich ziehen.

Der gesamte Wortlaut des gemeinsamen Briefes ist dieser Medieninformation als Anlage beigefügt.



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Mrz22

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